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Eingetragen am: 28.08.2007 - 20:26:24
Beschreibung:

Im Jahre 1829 wurden auf dem Gelände der heutigen Wilhelma, das damals das Schloss Rosenstein beherbergte, Mineralquellen gefunden. Der damalige König von Württemberg, Wilhelm I., wollte dann ein "Badhaus" im Schlosspark als ein Nebengebäude errichten lassen. Nach längerer Überlegung kam er zu der Idee das "Badhaus" im maurischen Stil erbauen zu lassen, der zu jener Zeit sehr beliebt war und die Alhambra im spanischen Granada zum Vorbild hatte. Das Badhaus sollte durch eine Orangerie ergänzt werden.

Im Jahr 1837 schließlich wurde der Architekt Karl-Ludwig von Zanth mit der Planung der Anlage beauftragt. Da der König in einer von Umwälzungen geprägten Zeit, nur wenige Jahre nach einer großen Hungerkrise, lebte, zögerte er, die hohen Kosten für das ehrgeizige Vorhaben aufzubringen. So vergingen einige Jahre, bis das erste Gebäude der Wilhelma fertiggestellt war. Mehrfach stand das Projekt gänzlich vor der Einstellung.

1842 wurde mit dem Bau des ersten Gebäudes begonnen, das auf Anweisung des Königs Wilhelma genannt wurde. Der Architekt Zanth verstand es, den König für seine Ideen zu begeistern, sodass sie trotz aller Widerstände ausgeführt wurden. Ihm gelang es, das, was man unter maurischem Stil verstand, mit den Fähigkeiten deutscher Handwerker, den Wohnbedürfnissen eines schwäbischen Monarchen und dem mitteleuropäischen Klima zu verbinden. Im Verlauf der Planungen war aus dem "Badhaus" ein komfortables Wohngebäude mit mehreren Räumen geworden, darunter ein Kuppelsaal mit zwei angrenzenden Gewächshäusern mit je einem Eckpavillon. Bei deren Eisenkonstruktion hatte Zanth Neuland betreten. Der kostbare, reiche Zierrat nahm die Formensprache der Alhambra wie kaum ein anderer Bau auf. Als die Wilhelma 1846 anlässlich der Hochzeit von Kronprinz Karl mit der Zarentochter Olga Nikolajewna eingeweiht wurde, gab es einen Festsaal, zwei Hauptgebäude mit mehreren höfischen Räumen, verschiedene Pavillons, Gewächshäuser und großzügige Parkanlagen.

Die Wilhelma wurde bei Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt. Einige historische Gebäude, Anlagen und Gärten waren verschont geblieben, große Teile der Anlage waren in einem ruinösen Zustand. Der damalige Direktor Albert Schöchle wollte die Anlage beleben und hatte die Idee hier Tiere zu zeigen. Im Jahr der Wiedereröffnung 1949 wurde eine Aquarienschau organisiert, 1950 gab es neben einer Vogelschau die Ausstellung "Tiere des deutschen Märchens", es folgten: "Schlangen, Saurier, Krokodile", "Afrikanische Steppentiere" oder "Indische Dschungeltiere".
()Artikel Wilhelma. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 13. August 2007, 15:14 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wilhelm...
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